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„Sichtbar gemachte Empfindungen [...]
Auf grosses Interesse stiess am letzten Samstag die Eröffnung der ersten Ausstellung des Müllheimer Steinbildhauers Peter Wulf. [...]
Beim 28jährigen Peter Wulf und seiner Ausstellung ‚Skulpturen in Stein’ sind es die umgesetzten Eindrücke, die er beim Betrachten von Pflanzen, Steinen und Wassern sammelte. Es sind säulenartige Plastiken aus Marmor und Kalkstein, die, frei von Effekthascherei, vor allem auf den zweiten Blick wirken. Ruhige, ästhetische Figuren, in die sich der Betrachter mit den Augen und den Händen hineinfühlen kann.“
Thomas Hirsbrunner, Thurgauer Tagblatt 22.09.1992
 
 
 
  „[...] fliessende, gleichmässige Linien, doppelt gespannte Flächen, sanfte Dehnungen nach innen und nach aussen prägen die Skulpturen von Peter Wulf. Die bevorzugten Materialien des gelernten Steinbildhauers sind Marmor und Kalkstein. [...] Nicht eins zu eins meisselt Peter Wulf in den Stein, was er beobachtet und sieht. Er abstrahiert und reduziert die Formen, beschränkt auf das Wesentliche, ohne jedoch dem Zufall die Führung zu überlassen. Ausgesprochen ästhetisch, scheinbar schwerelos, stehen die Skulpturen im Raum.“
Thurgauer Zeitung, 27.09.1995
 
 
„Die Kunst ist sichtbar gewordener Geist.“
Thurgauer Zeitung, 03.10.1995
 
 
 
  „Lyrische Wurzeln in der Familie.
Berthold Wulf gab seiner Freude Ausdruck, dass er die einleitenden Worte über das Schaffen seines Sohnes sprechen konnte. Nicht ganz unwichtig ist seine Beziehung zur Kunst, denn er ist gelernter Goldschmied. [...] Die lyrischen Wege, welchen sein Sohn Peter folgt, beginnen bei Berthold Wulf, der 1985 für seine lyrischen Werke ausgezeichnet wurde. Im Okeanos Verlag Zürich erschienen 13 Bände, unter anderem Schriften über das Evangelium, Natur und Geist, die Kategorien des Aristoteles und unzählige Dichtungen."
Thurgauer Zeitung, 03.10.1995
 
 
„Durch zwei grössere Ausstellungen ist Peter Wulf bis jetzt hervorgetreten.
Ausserdem wurden seine Werke auch in Basel und Zürich gezeigt. [...] Die Ausstellungen wurden in der Presse sehr positiv besprochen und haben ein beachtliches Echo ausgelöst. Man sieht den Arbeiten an, dass ein Künstler am Werk ist, der eine solide handwerkliche Grundlage besitzt.
Es sind Werke und Studien in der Tradition der abstrakten Plastik der Klassischen Moderne. Peter Wulf entwickelt aber einen eigenen Formenkanon, in der Art wie er vor allem die doppelt gebogene Fläche als Ausdrucksmittel benutzt, und wie er in der Bevorzugung der vertikalen Raumesrichtung und der stelenartigen Grundform, diese Flächen in die oben-unten Polarität eingliedert. Die Vertikale ist ja vornehmlich die Raumesrichtung, welche die Ich-Kraft des Menschen, die Aktivität und auch Hierarchie und Wertigkeit zum Ausdruck bringen kann. Bei manchen Arbeiten wird das Ganze belebt durch wellenförmige Bewegungen, die wie ein musikalischer Akkord vom Umkreis an die Werke heranklingen.
Das 20. Jahrhundert ist in der bildenden Kunst mindestens seit Wassily Kandinsky die Zeit der künstlerischen Erforschung der elementaren Grundformen, und in diese Entwicklung sind auch die Arbeiten von Peter Wulf einzureihen.“
Hanspeter Bossert, Lehrer für Ästhetik und Kunstgeschichte an der Bildhauerschule Müllheim,
Vorwort zum Katalog ‚Peter Wulf Skulpturen’, 1996
 
 
 
  „[...] doch gleichzeitig möchte man auch mit den Fingern über den glattpolierten Stein oder den rauen Fugen entlang streichen, die die zwei oder drei Körper jeweils zu einer Skulptur verbinden. ‚Gegenform’ nennt der Künstler manche dieser Werke oder ‚Spiegelung’. Leicht, beinahe fragil wirken Wulfs schlanke Stelen, die in ihrer klassisch modernen Formgebung die scheinbare Schwere des Steins überwinden.
Manche Teilkörper stehen, zueinander versetzt, übereinander, andere gesellen sich zu Gruppen wie aufgereckte Arme – und eine Skulptur besteht gar aus zwei getrennten Teilen. Immer ist der Kontrast da zwischen den leicht geschweiften Kanten und den harten Stössen, als wären Klänge oder Wellen zu Stein geworden. Und ein anderer Kontrast ist ebenso gewollt: der zu den Holzsockeln, deren Haut rauer ist als die des Steins. Bezeichnungen wie ‚Atmende Statik’, ‚Organische Studie’ oder ‚Andersartige Gleichheit’ unterstreichen die durchaus organisch wirkenden Körper, lassen auch erahnen, was den Künstler zu dieser oder jener Skulptur bewogen hat."
Dieter Langhart, Thurgauer Zeitung, 26.09.2002